Windows 11 aktualisiert sich zwar größtenteils automatisch, doch immer wieder gibt es Situationen, in denen ein Update manuell angestoßen werden muss oder einfach nicht durchläuft. Diese Anleitung zeigt, wie du Updates korrekt installierst, welche Update-Arten es gibt und was bei den häufigsten Fehlern hilft.
So prüfst und installierst du Updates manuell
- Öffne die Einstellungen über das Startmenü oder die Tastenkombination
Windows-Taste + I. - Gehe zu Windows Update im linken Menü.
- Klicke auf Nach Updates suchen.
- Verfügbare Updates werden automatisch heruntergeladen und können anschließend installiert werden, teils mit anschließendem Neustart.
Welche Arten von Updates gibt es?
- Sicherheitsupdates: Erscheinen meist am sogenannten Patchday (zweiter Dienstag im Monat) und schließen Sicherheitslücken. Sie sollten zeitnah installiert werden.
- Funktionsupdates: Größere Updates, die neue Funktionen bringen und meist ein- bis zweimal jährlich erscheinen. Sie benötigen mehr Zeit und Speicherplatz für die Installation.
- Treiberupdates: Werden teils über Windows Update, teils direkt vom Hersteller der Hardware bereitgestellt.
Update haengt oder laedt nicht
Wenn ein Update stecken bleibt oder sich der Fortschrittsbalken nicht mehr bewegt, helfen meist folgende Schritte in dieser Reihenfolge:
- Geduld: Manche Updates brauchen trotz stehendem Balken im Hintergrund tatsächlich noch Zeit — mindestens 30 bis 60 Minuten abwarten, bevor du eingreifst.
- Windows Update-Problembehandlung nutzen: Unter Einstellungen → System → Problembehandlung → Andere Problembehandlungen findest du ein Tool, das viele Update-Probleme automatisch erkennt und behebt.
- Update-Cache zurücksetzen: Über die Eingabeaufforderung als Administrator lassen sich die Update-Dienste stoppen und der Zwischenspeicher im Ordner
SoftwareDistributionleeren, wonach Windows die Updates neu herunterlädt. - Neustart erzwingen: Falls nichts hilft, kann ein erzwungener Neustart über das Gedrückthalten der Einschalttaste notwendig sein — im Idealfall aber nur als letzte Option.
Häufige Fehlercodes und was sie bedeuten
- 0x80070002 / 0x80070003: Deutet meist auf fehlende oder beschädigte Update-Dateien hin. Die Windows Update-Problembehandlung löst das in den meisten Fällen.
- 0x8007000d: Hinweis auf beschädigte Systemdateien. Der Systemdateiprüfer über den Befehl
sfc /scannowin der Eingabeaufforderung kann hier helfen. - 0xc1900101: Tritt häufig bei Funktionsupdates auf und hängt oft mit inkompatiblen Treibern zusammen. Ein Update der Grafik- oder Netzwerktreiber vor dem erneuten Versuch schafft meist Abhilfe.
Automatische Updates pausieren oder verzögern
Wer ein Update nicht sofort installieren möchte, kann es unter Windows Update über die Option Updates 1 bis 5 Wochen pausieren zeitweise aufschieben. Das ist etwa sinnvoll, wenn ein neues Funktionsupdate frisch erschienen ist und noch bekannte Kinderkrankheiten hat.
Stand: September 2026. Genaue Menübezeichnungen können sich mit künftigen Windows-11-Versionen leicht ändern, der grundsätzliche Ablauf bleibt jedoch stabil.


