Religiöser Feiertag
Definition
Sammelbegriff mehrerer Landesgesetze für Tage, die von Religionsgemeinschaften begangen werden, ohne gesetzlicher Feiertag zu sein. Bremen zählt dazu ausdrücklich auch jüdische, islamische und alevitische Feiertage.
Abgrenzung
Anders als der kirchliche Feiertag ist dieser Begriff konfessionsoffen. Mehrere Landesgesetze definieren ihn als jeden Feiertag, den eine anerkannte Religionsgemeinschaft begeht und der nicht ohnehin gesetzlicher Feiertag ist.
In der Praxis
Bremen geht am weitesten und zählt in § 8 seines Gesetzes neben Reformationsfest und Fronleichnam auch Rosch Haschana, Jom Kippur, Sukkot, das Opferfest, das Ramadanfest, Aschura sowie drei alevitische Feiertage namentlich auf. Die beweglichen Termine veröffentlicht die Senatskanzlei im Amtsblatt.
Länder mit einer eigenen Kategorie religiöser Feiertage
Bremen: Gesetzestitel seit 2020 „Sonn-, Gedenk- und Feiertage“, nicht mehr „Sonn- und Feiertage“. Reformationstag steht als Nr. 10 am Ende der Aufzählung — 2018 angefügt. Fronleichnam, Allerheiligen und Buß- und Bettag sind in Bremen religiöse Feiertage nach § 8 mit Gottesdienstschutz, kein arbeitsfreier Tag. Der 8. Mai ist nach § 7a staatlich anerkannter Gedenktag. Das Landesportal sperrt automatisierten Abruf; Wortlaut über FIS Kirchenrecht Bremen (geltendes Recht) bezogen.
Verwandte Begriffe
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Stand: 13. September 2026. Alle Termine ohne Gewähr. Maßgeblich ist der Gesetzestext des Landes, der oben verlinkt ist.